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5-Ländertagung zu Frühe Hilfen in Dornbirn, 15. und 16. März 2019

Dieser länderübergreifende Austausch wurde von allen Beteiligten nicht nur als interessant und bereichernd sondern auch als notwendig und sinnvoll erachtet. Gemeinsam kann es noch besser gelingen, Angebote zu schaffen und weiterzuentwickeln, die Familien in der Schwangerschaft bzw. der frühen Kindheit bestmöglich erreichen und unterstützen. Umso mehr als in jedem Land andere Schwerpunkte gesetzt werden - in der Ausrichtung, der Umsetzung aber auch der Begleitforschung.

 

Mit den unterschiedlichen Rahmenbedingungen und Größenordnungen gehen auch unterschiedliche Herausforderungen und Möglichkeiten einher. So sind beispielsweise die Frühen Hilfen in Deutschland bereits gesetzlich verankert und werden über eine eigene Stiftung finanziert, im Gegensatz zu Österreich liegt jedoch kein Grundmodell vor, das als Orientierung für eine einheitliche Umsetzung dient. Dementsprechend bestehen auch andere Möglichkeiten der Qualitätsentwicklung. In Südtirol stehen die Frühen Hilfen am Anfang und setzen sehr auf ehrenamtliche Unterstützung. Für Liechtenstein stellte die 5-Ländertagung eine Art Kick-off-Veranstaltung dar. In der Schweiz hingegen scheint der politische Wille für Frühe Hilfen noch zu fehlen und existieren daher nur vereinzelte lokale Initiativen.

Präsentiert wurden Studienergebnisse und Praxiserfahrungen aus dem Bereich der frühkindlichen Bildung, zur Kooperation verschiedener Systeme, der Einbindung spezifischer Zielgruppen und Akteure, aber auch zu den benötigten Rahmenbedingungen, zur Qualitätssicherung und Wirkung von Frühen Hilfen.

 

So wurde u.a. festgestellt, dass die Einbindung von Freiwilligen eine eigene Kultur benötigt, sowie eine gute Anleitung und Begleitung. Wirkmodelle bzw. logische Modelle als Ausgangsbasis für eine Erforschung des Nutzens der Frühen Hilfen für die Familien existieren sowohl in Deutschland als auch in Österreich. In vielen Beiträgen wurde festgestellt, dass eine wertschätzende Kommunikation auf Augenhöhe mit den Familien, das gemeinsame Entwickeln von Bewältigungsstrategien, sowie Empowerment, Freiwilligkeit und Unvoreingenommenheit wichtige Eigenschaften und gleichzeitig auch Erfolgsfaktoren der Frühen Hilfen darstellen.

 

Das Ziel aller ist es letztendlich, Kindern ein möglichst gesundes Aufwachsen zu ermöglichen. Weil sie – wie Mechthild Paul vom NZFH ausdrücklich angemerkt hat - ein Recht darauf haben.

 

Ein Kurzbericht, die Präsentationen sowie Fotos von der Fachtagung sind auf der Homepage von Vorarlberger Netzwerk Familie zu finden: https://www.netzwerk-familie.at/5-laendertagung.

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www.fruehe-hilfen.at
Seite: https://www.fruehehilfen.at/de/Service/Materialien/Tagungsdokumentationen/5-Laendertagung-zu-Fruehe-Hilfen-in-Dornbirn-15-und-16-Maerz-2019.htm
Datum: 13.12.2019